Jahresthema 2018 - »Landwirtschaft im Oderbruch«

 

 

Jahresthema 2018 - Landwirtschaft und Oderbruch

Das Oderbruch ist eine Agrarlandschaft, der landwirtschaftlichen Bestimmung verdankt es sein heutiges Gesicht. Seine Auenlehmböden sind fruchtbar, aber schwer zu bearbeiten. Seine Kolonisten waren überwiegend freie Bauern, weshalb sich die Region auch sozialgeschichtlich von anderen Teilen Brandenburgs unterscheidet. Mit der Vermarktung in den Ballungsraum Berlin und einer Produktion für den globalen Agrarmarkt sind zudem die beiden Pole der landwirtschaftlichen Wertschöpfung dieser Region beschrieben. Und nicht zuletzt war die landwirtschaftliche Existenz im Oderbruch auch immer ein Kampf mit dem Wasser.  
Kaum ein Thema ist derzeit so umstritten wie die moderne Landwirtschaft. Als Werkstatt für ländliche Kultur wollen wir zu dieser gesellschaftlichen Auseinandersetzung einen Beitrag leisten, indem wir die Erfahrungen von Landwirten in 25 Befragungen aufgreifen und sie in kulturell-künstlerischen Formaten sichtbar machen. Vier Ausstellungen, ein Theaterstück, zwei Filmabende, ein kleines Musikfestival, ein Werkstattbuch und verschiedene Bildungsprojekten sind dieser Aufgabe gewidmet. Wir wünschen unseren Besuchern gute Unterhaltung, interessante Einsichten und anregende Gespräche – besonders wichtig ist uns das Gespräch mit den Landwirten und wir hoffen, dass ein offener Austausch zwischen Landwirten und Interessierten stattfindet.

 

Jahresthema 2017 - Wasser und Oderbruch

Die 1717 vom preußischen König Friedrich Wilhelm I.  erlassene "Teich- und Uferordnung für die Lebusische Niederung an der Oder" markiert den Beginn des Deichverbandswesens im Oderbruch. Der Gewässer- und Deichverband Oderbruch GEDO kann also auf eine 300-jährige Geschichte zurückblicken, in der sich Menschen engagiert haben, um ihren Siedlungsraumes täglich zu sichern, den Wasserhaushalt zu steuern und Hochwasserkatastrophen zu bewältigen.
Die Hochwasserkatastrophe des Jahres 1947 liegt im kommenden Jahr siebzig Jahre zurück. Die damaligen Rückschläge in der Landwirtschaft, die Schäden an den Siedlungen und die moralische Belastung einer durch die Kriegsfolgen äußerst beanspruchten Landschaft stellten das Oderbruch damals vor heute schwer vorstellbare Herausforderungen.
Auch die überstandene Flut von 1997, bei der ein drohender Deichbruch am Krummen Ort beinahe zur Katastrophe geführt hatte, jährt sich. Vor zwanzig Jahren bewältigten die Oderbrücher mithilfe der Bundeswehr und vieler gesamtstaatlicher Organisationen eine existenzielle Gefahr. Dass Solidarität, Mut und Klugheit die Mühe wert sind, haben die Oderbrücher damals erfahren.
300 Jahre, 70 Jahre, 20 Jahre - aus Anlass dieser drei historischen Jubiläen gestaltet das Museum Altranft mit vielen Partnern in der Landschaft das Themenjahr 2017. Im Zentrum steht die Ausstellung zum Jahresthema, die am 16. Juli in Altranft eröffnet werden soll. Flankiert wird sie von einer Theaterproduktion, vielen Kooperationsprojekten im Oderbruch, von Aktivitäten in der kulturellen Bildung und von einer begleitenden Jahrespublikation.

 

Jahresthema 2016 - Handwerk im Oderbruch

Auch in Zeiten fortschreitender Industrialisierung bildet das Handwerk neben der Landwirtschaft eine wichtige ökonomische Säule des ländlichen Raums. Aber weil es nun einmal die menschliche Hand braucht, ist es zugleich immer umkämpft und im Wandel befindlich. Auf welchen Traditionen fußt unser heutiges Handwerk? Und wie sehen die Handwerker der Region ihre eigene Zukunft?
Im Mittelpunkt unseres Jahresthemas steht das Kulturland-Projekt »Ein Handwerkerhaus für Altranft«, bei dem gemeinsam mit Handwerkern aus Altranft ein Ausstellungsträger im Gutspark gebaut wird, der schließlich Fotografien von Ingar Krauss und Zitate aus Befragungen von Handwerkern der Region zeigen soll. Die Fotografien werden darüber hinaus im und am Herrenhaus Altranft sowie an verschiedenen Häusern des Ortes gezeigt, um an einst hier aktive Gewerke zu erinnern.

 

 

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